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Fahrgäste können bei der schrittweisen Rückkehr zur Normalität beruhigt sein: Studien zeigen, dass die Ansteckungsgefahr im ÖPNV niedrig ist.

Geringes Infektionsrisiko in Bus und Tram

Neben den Einschränkungen, dem Homeoffice und dem Schulunterricht zuhause hat auch die Sorge, sich in Bus oder Stadtbahn mit Corona zu infizieren, den einen oder anderen Fahrgast in den vergangenen Monaten auf ein anderes Transportmittel umsteigen lassen. BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke kann beruhigen: "Mehrere Studien haben inzwischen gezeigt, dass die Nutzung des ÖPNV keinesfalls das Risiko erhöht, sich anzustecken. Eine hat eine unabhängige Studie des Branchenverbandes VDV festgestellt: Menschen, die regelmäßig mit dem Zug, der Straßenbahn oder dem Bus zur Arbeit fuhren infizierten sich genauso selten mit dem Corona-Virus wie Menschen, die für den Arbeitsweg das eigene Auto oder das Fahrrad nutzten - vorausgesetzt die Fahrgäste hielten die Hygieneregeln ein. Andere Studien, die weltweit zum selben Thema erhoben wurden, zeigen ebenfalls, dass das Fahren mit Bus und Bahn unbedenklich ist. So stellt zum Beispiel auch eine Studie der TU Berlin fest, dass das Risiko sich im ÖPNV mit Corona anzustecken niedriger ist als zum Beispiel im Supermarkt oder beim Shoppen.

Mehr Informationen unter der Website des VDV: www.besserweiter.de 

  

DEKRA-Oberflächen-Tests der BSVG

Der BSVG liegt die Sicherheit der Fahrgäste natürlich sehr am Herzen. "Wir haben die Dekra damit beauftragt, in Bus und Straßenbahn verschiedene Oberflächen wie Haltestangen, Automaten, Taster und Sitzflächen darauf zu untersuchen, ob dort Covid-Erreger zu finden sind. Alle Proben waren negativ. Das heißt, Covid-Erreger wurden auf keiner Fläche nachgewiesen", erklärt Reincke.
  

Corona-Studie der Fraunhofer-Gesellschaft

Fahrgäste und Fahrpersonal im ÖPNV sind sicher unterwegs - wenn sich alle an die vorgeschriebenen Hygieneregeln halten. Die Daten der kürzlich veröffentlichten Studie stammen auch aus Fahrzeugen der BSVG

Im Auftrag des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrs­for­schung beim Eisenbahn-Bundesamt haben Wissenschaft­ler der Fraunhofer-Gesellschaft untersucht, wie hoch das Risiko ist, sich im öffentlichen Personenverkehr mit Covid-19 anzustecken. Wie auch andere wissenschaftliche Studien vorher kommen die Forscher zu einem klaren Ergebnis: Werden die Hygiene-Konzepte eingehalten und Masken getragen, sind Fahrgäste und Fahrpersonal in Bus und Bahn sicher unterwegs, es besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko. Für die BSVG ist dieses Ergebnis besonders erfreulich. "Aus anderen Studien wussten wir bereits, dass es generell sicher ist, mit Bus und Bahn zu fahren. In diesem Teilprojekt wurde die Luftqualität in den Fahrgastbereichen unserer Fahrzeuge untersucht. Insofern freuen wir uns, dass die allgemein festgestellte Sicherheit auch ganz konkret in unseren Fahrzeugen gilt", so BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke.

Ein wichtiger Aspekt der Studie war die kontinuierliche Erfassung von Temperatur, Luftfeuchte, Kohlendioxid- und Partikelkonzentration durch Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung (WKI) in Bussen und Bahnen der BSVG. Besonders Kohlendioxid, das die Fahrgäste ausatmen, gibt Aufschluss über die Qualität. Es gilt: je geringer die Kohlendioxidkonzentration, desto besser ist die Luft.  Prof. Dr. Tunga Salthammer, Leiter des Fachbereichs Materialanalytik und Innenluftchemie am Fraunhofer WKI hat die Untersuchungen in Braunschweig geleitet. Er erklärt: "Der wichtigste Parameter war das von den Fahrgästen ausgeatmete Kohlendioxid. Die aus hygienischen Gründen empfohlene Konzentration von weniger als 1000 ppm wurde auch bei hoher Personenbelegung in allen Fahrzeugen im Mittel eingehalten und meist deutlich unterschritten. Die Partikelkonzentration variierte mit dem Ein- und Aussteigen der Fahrgäste. Wesentlich ist, dass die Partikelkonzentration in den Fahrtgastbereichen nicht durch die Atmung der anwesenden Personen bedingt war. Wir haben festgestellt, dass die Lüftungssysteme in den untersuchten Fahrzeugen effizient arbeiten. Kohlendioxid und Partikel werden innerhalb kurzer Zeit aus der Atemluft entfernt. Analog mindert dies auch die Konzentration von Bioaerosolen, also z. B. SARS-CoV-2-Viren, in den Fahrgastbereichen. Bei gleichzeitiger Einhaltung der Hygieneregeln ist unter diesen Lüftungsbedingungen nicht von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen. Darüber hinaus lagen unabhängig vom Verkehrsmittel Bahn oder Bus die Temperaturen und relativen Luftfeuchten in einem für die Fahrgäste angenehmen Bereich." 

Die Untersuchung bestärkt die BSVG auch in ihrem Appell an die Fahrgäste, unabhängig von den geltenden Regeln und der Inzidenz, wenn möglich immer eine FFP2-Maske zu tragen. Jörg Reincke erklärt: "Laut aktueller Studien filtern FFP2-Masken den Großteil der Keime aus der Atemluft, sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen. Sie schützen also den Träger oder die Trägerin ebenso wie andere. Medizinische Masken oder Alltagsmasken reduzieren die Keimlast beim Ausatmen nur um 50 Prozent, beim Einatmen sogar nur um 30 Prozent." 

Bei Messungen im süddeutschen Raum konnten Fraunhofer-Wissenschaftler auf den Flächen in Fahrzeugen und in den untersuchten Bahnhöfen keine Covid-Erreger nachweisen. Der Befund deckt sich mit dem der Dekra, die die BSVG beauftragt hatte, Haltestangen, Taster und Automaten in Bus und Stadtbahn in Braunschweig zu untersuchen. "Auch in unseren Fahrzeugen wurden keine Covid-Erreger festgestellt", so Reincke. 

  

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