Gleis-Sanierung in Stöckheim
BSVG arbeitet mit Hochdruck an Sanierungsplänen für die gesperrte Strecke in Stöckheim
Pressemitteilung vom 20. August 2025
Nach Feststellung erheblicher Gleislagefehler in Stöckheim bleibt die Strecke zwischen „Sachsendamm“ und „Stöckheimer Markt“ weiterhin gesperrt. Rückmeldungen von Fahrgästen zeigen, dass sich Anwohner Informationen über den Fortgang der Arbeiten wünschen und sich fragen, warum bislang keine Bauarbeiten sichtbar sind.
„Auch wenn es von außen so aussieht, als passiere nichts, laufen im Hintergrund aufwendige Prüf- und Abstimmungsprozesse“, erklärt BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke. „Erst wenn klar ist, wie und zu welchen Kosten die Schäden zu sanieren sind, kann vor Ort gebaut werden.“
Unmittelbar nach Feststellung der Gleislagefehler wurde der betroffene Abschnitt überprüft. Noch im Juli fand eine erste Ortsbegehung mit der Baufirma statt, die die Gleise 2006 verlegt und 2020 instandgesetzt hat. Noch im selben Monat meldete die BSVG Gewährleistungsansprüche an. Anfang August war zudem der Systemhersteller vor Ort, der die Bauweise des Gleises entwickelt hat. Sein Ergebnis fiel deutlich aus: Die Schäden sind so gravierend, dass eine Instandsetzung nicht mehr möglich ist. Lediglich die Beton-Längsbalken, auf dem die Schienen liegen, können vermutlich erhalten bleiben. Weitere Gleisabschnitte in unmittelbarer Nähe zur Schadstelle werden derzeit vermessen, um ein Gesamtschadensbild herleiten zu können.
Derzeit erarbeiten sowohl die Baufirma als auch der Systemhersteller konkrete Sanierungskonzepten für die festgestellte Schadstelle aus. Standardlösungen aus der Schublade gibt es leider für diese Schadstellen nicht. Derzeitige Erkenntnisse zeigen sechs fehlerhafte Gleisbögen auf einer Gesamtstrecke von 700 Metern, also 1400 Gleismeter. Zusätzlich prüft die BSVG, ob auch auf den angrenzenden Streckenabschnitten mit gleicher Oberbauart Schäden bestehen, die saniert werden müssen. „Diese Fragen sind entscheidend, damit die Stadtbahn künftig dauerhaft und sicher fahren kann“, so Reincke. „Zeit, die wir jetzt in Prüfungen, Konzepten und Abstimmungen investieren, sollen später einen zuverlässigen und störungsfreien Stadtbahnbetrieb ermöglichen und Verzögerungen auf der Baustelle vermeiden.“
Wenn es zu keinen rechtlichen Auseinandersetzungen kommt, rechnet die BSVG damit, im Oktober Klarheit über die Sanierungsart zu haben. Die Vergabe der Bauleistungen muss dann erfolgen, bevor die Arbeiten beauftragt werden und starten können. Ein Baustart wird dann erst nach dem Winter möglich sein, da frostige Temperaturen Bauarbeiten im Gleis nachhaltig behindern. Die Fertigstellung wird im Frühjahr 2026 erwartet. „Der Zeitplan ist sehr kurz, wenn man bedenkt, dass vergleichbare Bauprojekte normalerweise mehrere Jahre Vorlauf benötigen“, so Reincke.
Für die Fahrgäste ist unterdessen die Anbindung gesichert. Die Linie 421 verbindet Stöckheim im 15-Minuten-Takt mit der Stadtbahnlinie 1. Am „Sachsendamm“ besteht ein direkter Anschluss mit nur drei Minuten Umsteigezeit.
„Wir wissen, dass die Einschränkungen für unsere Fahrgäste belastend sind. Aber die Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen: Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Stöckheim schnell und zuverlässig wieder ans Stadtbahnnetz anzubinden“, betont Reincke.
Schienenersatzverkehr in Stöckheim ab Schulbeginn am 14. August
Pressemitteilung vom 7. August
Aufgrund der langfristigen Sperrung der Stadtbahnstrecke in Stöckheim wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) notwendig, der Stöckheim weiterhin an die Fahrten der Stadtbahnlinie 1 anbindet.
Es werden ab Donnerstag, 14. August, zusätzliche Busse eingesetzt, die in Stöckheim zwischen den Haltestellen „Salzdahlumer Weg“ und „Sachsendamm“ als Fahrten der Linie 421 verkehren. Durch die zusätzlichen Fahrten besteht am „Sachsendamm“ zu jeder Fahrt der Linie 1 eine Umsteigemöglichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger in Stöckheim können also mit der gleichen Takt- und Fahrtenhäufigkeit wie bisher in die Innenstadt bzw. nach Stöckheim fahren, es wird lediglich ein Umstieg an der Haltestelle Sachsendamm notwendig.
Am Sachsendamm ist eine Umsteigezeit von 3 Minuten und eine Anschlusssicherung für den Wechsel zwischen Bus und Bahn vorgesehen. Mit den Fahrten der Linie 2 und der Linie 431 bestehen weitere Fahrtmöglichkeiten ab Sachsendamm in Richtung Innenstadt/Hauptbahnhof bzw. Stöckheim.
Weitere Auswirkungen des Schienenersatzverkehrs
Auf der Buslinie 421 verschieben sich durch den Ersatzverkehr zwischen Erfurtplatz und Wolfenbüttel die Abfahrtszeiten in beiden Richtungen um einige Minuten. Dies ist für den Anschluss an die Linie 1 notwendig.
Es entfällt die Haltestelle "Senefelderstraße“ auf allen Fahrten der Linie 421. Fahrgäste weichen bitte auf die Linie 431 aus.
Die Linie 431 verkehrt in Stöckheim unverändert weiter, ergänzt das Fahrtenangebot und kann ebenfalls als Schienenersatzverkehr und für direkte Fahrten zum Hauptbahnhof genutzt werden.
Die Haltestelle „Siedlerstraße“ entfällt, da sie von den Linien 421 und 431 nicht bedient werden kann. Fahrgäste weichen bitte auf die Haltestelle „Stöckheimer Markt“ aus.
Durch die Umleitung der Linie 1 zur Anklamstraße entfallen auf der Linie E / 2 E sämtliche Fahrten über die Haltestelle Leisewitzstraße. Die Haltestelle wird damit zunächst nicht mehr bedient, da die Kapazitäten in der Wendeschleife „Anklamstraße“ keine zusätzlichen Fahrten zulassen.
Ab dem 14.08.2025 kehrt die Linie 420 wieder auf ihren Regelfahrweg zurück. Außerhalb der Ferien ist die Auslastung durch Fahrgäste auf der Strecke zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel bereits zu hoch, sodass die Linie nicht als SEV in Stöckheim eingesetzt werden kann.
Die aktuellen Fahrplandaten sind bereits in der elektronischen Fahrplanauskunft hinterlegt. Verbindungen können bereits mit dem Ersatzverkehr abgefragt werden. Wichtig ist hierbei, ein Datum ab dem 14.08.2025 auszuwählen, damit die nach Schulbeginn gültigen Fahrplandaten verwendet werden.
Stadtbahnlinie 1: Mehrmonatige Sperrung des Gleisabschnitts in Richtung Stöckheim
Pressemitteilung vom 31. Juli
Die Stadtbahnlinie 1 wird bis auf Weiteres nicht bis nach Stöckheim fahren können, sondern ab der Haltestelle „Sachsendamm“ in Richtung Heidberg umgeleitet. Grund dafür sind Mängel an den Gleisen im Abschnitt zwischen „Sachsendamm“ und „Stöckheimer Markt“, die vor einer Wiederinbetriebnahme der Strecke behoben werden müssen.
Der rund 2000 Meter lange Abschnitt mit Rasengleis wurde im Jahr 2006 gebaut. Bereits ab dem Jahr 2007 mussten mehrfach Arbeiten zur Mängelbeseitigung auf einem 700 Meter langen Abschnitt durchgeführt werden. Bei einer Überprüfung wurden nun erneut gravierende Mängel in diesem Teilabschnitt festgestellt.
„Die Art und der Umfang der Schäden lassen auf dem betroffenen Streckenabschnitt keinen Schienenverkehr mehr zu“, erklärt BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke. „Auch provisorische Lösungen lassen sich aufgrund der Bauart des Rasengleises nicht umsetzen.“
Schäden müssen im Rahmen der Gewährleistung ausgebessert werden
Die BSVG rechnet damit, dass der Abschnitt in Richtung Stöckheim frühstens im Frühjahr 2026 wieder freigegeben werden kann. Derzeit wird ein belastbares Sanierungskonzept erarbeitet. Da der Abschnitt noch unter die Gewährleistung des ausführenden Unternehmens fällt, muss ein gemeinsames Vorgehen zur Ausbesserung des Abschnitts gefunden werden. Hierfür sind unter anderem Gutachten notwendig, die derzeit eingeholt werden.
Im Rahmen dieses Prozesses müssen die betreffenden Stellen auf dem Rasengleis-Abschnitt zunächst freigelegt werden, um alle Mängel zu identifizieren. Abhängig von den Gutachten ist ebenfalls, ob eine Ausbesserung der bestehenden Gleisanlagen möglich ist, oder ob betroffene Gleisabschnitte grundlegend saniert werden müssen.
Um diese Punkte zu klären, ist die BSVG im Austausch mit der Baufirma sowie dem Lieferanten der verwendeten Gleisoberbauform, die in Braunschweig nur in diesem Abschnitt verbaut wurde.
Ersatzverkehr bis Ferienende über die Buslinie 420, mit Schuljahresbeginn wird die Buslinie 421 verstärkt
Um für die Bürgerinnen und Bürger Stöckheims weiterhin eine gute Anbindung an die Innenstadt zu gewährleisten, sind entsprechende Ersatzverkehre eingeplant.
Noch bis zum Ferienende wird die Buslinie 420 wie bisher durch Stöckheim geführt und ermöglicht so eine direkte Anbindung an die Innenstadt. Durch geringere Fahrgastnachfrage in den Sommerferien war diese Maßnahme möglich.
Ab dem ersten Schultag, Donnerstag, 14.08.2025, wird ein Ersatzverkehr eingerichtet, der die bestehenden Buslinien in Stöckheim im Bereich zwischen der Endhaltestelle „Salzdahlumer Weg“ und „Sachsendamm“ verstärkt. Ebenso werden Zusatzfahrten im Schülerverkehr eingeplant. Die Linie 420 kehrt dann auf ihren ursprünglichen Linienweg zurück und verkehrt nicht mehr durch Stöckheim.
Der Ersatzverkehr wird mit zusätzlichen Fahrten auf der Linie 421 abgebildet, die einen Übergang von bzw. zu allen Fahrten der Linie 1 an der Haltestelle „Sachsendamm“ ermöglichen. Die Fahrplandaten der zusätzlichen Fahrten sind bereits in die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) eingespielt, sodass die Verbindungen ab dem 14.08.2025 ab sofort geprüft werden können. Wer seine Anbindung schon jetzt prüfen möchte, muss darauf achten, ein Fahrttermin ab dem 14.08.2025 einzugeben, damit die neuen Fahrplandaten berücksichtigt werden.
Weitere Details zum Ersatzverkehr werden voraussichtlich Ende KW 32 veröffentlicht.
421 ersetzt Stadtbahnlinie 1 in Stöckheim
Wegen umfangreicher Gleisarbeiten wird die Stadtbahnlinie 1 bis auf Weiteres nicht bis nach Stöckheim fahren können, sondern ab der Haltestelle „Sachsendamm“ in Richtung Heidberg umgeleitet.
Aufgrund der langfristigen Sperrung der Stadtbahnstrecke in Stöckheim wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) notwendig, der Stöckheim weiterhin an die Fahrten der Stadtbahnlinie 1 anbindet. Die Stadtbahnlinie 1 fährt bis auf Weiteres ab “Sachsendamm” weiter in Richtung Heidberg.
Ab Donnerstag, 14. August, werden zusätzliche Busse eingesetzt, die in Stöckheim zwischen den Haltestellen „Salzdahlumer Weg“ und „Sachsendamm“ als Fahrten der Linie 421 verkehren. Durch die zusätzlichen Fahrten besteht am „Sachsendamm“ zu jeder Fahrt der Linie 1 eine Umsteigemöglichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger in Stöckheim können also mit der gleichen Takt- und Fahrtenhäufigkeit wie bisher in die Innenstadt bzw. nach Stöckheim fahren, es wird lediglich ein Umstieg an der Haltestelle Sachsendamm notwendig.
Am Sachsendamm ist eine Umsteigezeit von 3 Minuten und eine Anschlusssicherung für den Wechsel zwischen Bus und Bahn vorgesehen. Mit den Fahrten der Linie 2 und der Linie 431 bestehen weitere Fahrtmöglichkeiten ab Sachsendamm in Richtung Innenstadt/Hauptbahnhof bzw. Stöckheim.
Auf der Buslinie 421 verschieben sich durch den Ersatzverkehr zwischen "Erfurtplatz" und Wolfenbüttel die Abfahrtszeiten in beiden Richtungen um einige Minuten. Dies ist für den Anschluss an die Linie 1 notwendig.
Weitere Informationen:
Es entfällt die Haltestelle "Senefelderstraße“ auf allen Fahrten der Linie 421. Fahrgäste weichen bitte auf die Linie 431 aus.
Die Linie 431 verkehrt in Stöckheim unverändert weiter, ergänzt das Fahrtenangebot und kann ebenfalls als Schienenersatzverkehr und für direkte Fahrten zum Hauptbahnhof genutzt werden.
Die Haltestelle „Siedlerstraße“ entfällt, da sie von den Linien 421 und 431 nicht bedient werden kann. Fahrgäste weichen bitte auf die Haltestelle „Stöckheimer Markt“ aus.
Durch die Umleitung der Linie 1 zur Anklamstraße entfallen auf der Linie E bzw. 2E sämtliche Fahrten über die Haltestelle Leisewitzstraße. Die Haltestelle wird damit zunächst nicht mehr bedient, da die Kapazitäten in der Wendeschleife „Anklamstraße“ keine zusätzlichen Fahrten zulassen.
Der betroffene rund 2000 Meter lange Abschnitt mit Rasengleis wurde im Jahr 2006 gebaut. Bereits ab dem Jahr 2007 mussten mehrfach Arbeiten zur Mängelbeseitigung auf einem 700 Meter langen Abschnitt durchgeführt werden. Bei einer Überprüfung wurden im Juli 2025 erneut gravierende Mängel in diesem Teilabschnitt festgestellt.
„Die Art und der Umfang der Schäden lassen auf dem betroffenen Streckenabschnitt keinen Schienenverkehr mehr zu“, erklärt BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke. „Auch provisorische Lösungen lassen sich aufgrund der Bauart des Rasengleises nicht umsetzen.“
Schäden müssen im Rahmen der Gewährleistung ausgebessert werden
Die BSVG rechnet damit, dass der Abschnitt in Richtung Stöckheim frühstens im Frühjahr 2026 wieder freigegeben werden kann. Derzeit wird ein belastbares Sanierungskonzept erarbeitet. Da der Abschnitt noch unter die Gewährleistung des ausführenden Unternehmens fällt, muss ein gemeinsames Vorgehen zur Ausbesserung des Abschnitts gefunden werden. Hierfür sind unter anderem Gutachten notwendig, die derzeit eingeholt werden.
Im Rahmen dieses Prozesses müssen die betreffenden Stellen auf dem Rasengleis-Abschnitt zunächst freigelegt werden, um alle Mängel zu identifizieren. Abhängig von den Gutachten ist ebenfalls, ob eine Ausbesserung der bestehenden Gleisanlagen möglich ist, oder ob betroffene Gleisabschnitte grundlegend saniert werden müssen.
Um diese Punkte zu klären, ist die BSVG im Austausch mit der Baufirma sowie dem Lieferanten der verwendeten Gleisoberbauform, die in Braunschweig nur in diesem Abschnitt verbaut wurde.